Der Regisseur

Der Regisseur
DIE NASHÖRNER

Seit 2007 arbeite ich als Regisseur. Für mich steht das Wort des Dichters an erster Stelle und verstehe mich als Vermittler zwischen Autor, Publikum und Schauspieler…

ES WAR DIE LERCHE von Ephraim Kishon ab 17.Jänner 2019

ES WAR DIE LERCHE von Ephraim Kishon ab 17.Jänner 2019

Romeo und Julia haben überlebt!

Geschliffene Dialoge und ein Pointenfeuerwerk auf höchstem Niveau bei der WORT_ensemble Produktion: „Es war die Lerche“ von Ephraim Kishon.

 Was wäre, wenn Romeo und Julia überlebt hätten und sie den Mühen des Alltags ausgesetzt wären? Das WORT_ensemble präsentiert Ephraim Kishons „Es war die Lerche“.

Ephraim Kishon ist bekannt für seine fein gesponnenen Texte und so ist „Es war die Lerche“ ein Bühnenstück der besonderen Art, die den Titel Kultkomödie zu Recht erhält. Das WORT_ensemble unter der Leitung des Künstlerduos Dina Kabele und Michael Schefts setzte bereits bei seiner Gründung 2008 einen Kontrapunkt in der Theaterszene. Es wird modernes pures Handwerk geboten, ohne ein Stück zu verfremden oder zu zerstören. Im Vordergrund steht die Verpflichtung, den Menschen im Mittelpunkt zu sehen, mit all seinen Konflikten, Schattierungen und Ausformungen.

„Vergiss nicht, dass der Kerl deine Mutter und mich fast umgebracht hätte!“

Romeo und Julia sind nun viele Jahre verheiratet – doch die Ehe steckt in einer Krise! Töchterchen Lukretia pubertiert heftig und die Amme sowie Pater Lorenzo bringen auch keine Freude ins Leben. Doch plötzlich erhält das berühmteste Liebespaar der Welt Besuch: Ihr Schöpfer, William Shakespeare, möchte persönlich alles wieder ins Lot bringen! Die gelungene Verbindung von Shakespeare und Satire-Altmeister Kishon beschreibt in gewohnter feinsinnig-humoristischer Art, wie der Dichter höchstpersönlich das entstandene Dilemma zu meistern versucht.

Das Ergebnis sind geschliffene Dialoge und ein Pointenfeuerwerk auf höchstem Niveau. Ein Fest für Schauspieler und eine Herausforderung an die Lachmuskeln des Publikums.

Erfahrungen mit längeren Beziehungen und Liebe zum klassischen Theaters ist von Vorteil – aber nicht Bedingung. Aber viele Zitate und Anspielungen auf das Werk Shakespeares tragen wesentlich zum Humor des Abends bei.

„Eine anspruchsvolle Komödie braucht eine exakte Arbeit mit den Schauspielern und einen feinen Blick auf den Menschen hinter den Pointen. Diesen Anforderungen ist das WORT_ensemble bei seinen Produktionen bisher immer gerecht geworden. Jetzt darf auch gelacht werden“, bringen die Theaterprofis ihre Arbeitsphilosophie auf den Punkt – und freuen sich, im Theater Center Forum mit dieser Produktion erstmals zu Gast sein zu dürfen.

 

Mit: Dina Kabele, Volker Wahl und Michael Schefts

Regie: Michael Schefts

Bühne: Martin Gesslbauer

Vorstellungen: 17.Jänner  bis 2. Februar 2019 im Theater Center Forum

 

 

 

 

Der Raub der Sabinerinnen – meine zweite Regiearbeit für das Forum 18

Der Raub der Sabinerinnen – meine zweite Regiearbeit für das Forum 18

Schwank in 4 Akten von Franz und Paul von Schönthan

Der Herr Professor hat in seiner Studentenzeit eine Römertragödie verfasst, die noch nicht aufgeführt worden ist. Nun ergibt sich jedoch die große Chance dafür: Einerseits ist seine Ehegattin momentan auf Kur (welch ein Glück, da kann sie kein Veto einlegen!), andererseits gastiert gerade eine fahrende Theatertruppe in der Stadt, deren Direktor stets begeistert Stücke von Ortsansässigen auf die Bühne bringt (welch ein doppeltes Glück für beide Teile!) , zumal die beim Publikum immer besonderen Anklang finden.

Natürlich spielt sich alles vollkommen anders ab als gedacht: Die Gattin kehrt zum Entsetzen ihres Mannes vorzeitig heim, die Aufführung gerät zum Chaos, der Haussegen beim Professor hängt mehr als schief. Nur ein weiteres Glück, dass im Lauf des Geschehens wenigstens eine Romanze ein erfreuliches Ende findet!

Zu guter Letzt – wie im Komödienfach üblich – gerät alles doch wieder in einigermaßen richtige Bahnen und sogar die Gattin ist nun versöhnlich gestimmt, meint sie doch irrtümlich, im Theater sei alles bestens gelaufen.

Diese vielen Verwicklungen sind so genial gezeichnet, dass der klassische Schwank das Publikum schon von jeher zu Begeisterungsstürmen angefacht und kein Auge trocken gelassen hat. Daran hat sich bis heute überhaupt nichts geändert.

Premiere 18. April 2018

FUNNY MONEY – Ray Cooney

FUNNY MONEY – Ray Cooney

Ich wurde vom Forum 18 eingeladen die jährliche Theaterproduktion zu inszenieren. Eine Arbeit die mir große Freude bereitet hat.

“Wieder eine mit akribischer Genauigkeit konstruierte, absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende, nervenaufreibend verrückte Komödie, bei der Ray Cooney die Figuren im atemberaubenden Tempo von einer Notlüge in die nächste, von einer Klemme in die nächste treibt.” – und was der Pressetext verspricht, das haben wir gehalten!

“Der Sackpfeifer” von Millöcker & Anzengruber – Inszenierung einer Welturaufführung

“Der Sackpfeifer” von Millöcker & Anzengruber – Inszenierung einer Welturaufführung
DER SACKPFEIFER

Meine letzte Inszenierung DER SACKPFEIFER war ein absoluter Glücksfall. Denn wer kann von sich behaupten eine Millöcker/Anzengruber Operette zur Welturaufführung gebracht zu haben – und noch leben?

Es kam überhaupt viel zusammen: die Eröffnungspremiere eines neuen Kulturzentrums in Strasshof und meine erste Inszenierung einer Operette war es auch noch dazu.

Obwohl es natürlich viele Herausforderungen mit sich bringt einen neuen Theaterraum einzuweihen, waren die Proben eine Freude. Aber natürlich stand mir mit Prof. Uwe Theimer ein äußerst erfahrener Dirigent zur Seite. Wichtig war mir natürlich, dem Autor gerecht zu werden und MIT der Musik zu inszenieren. Eine Uraufführung bringt noch dazu spezielle Verpflichtungen: niemand kennt den Text, niemand kennt die Handlung – und doch findet die Aufführung im Jahre 2015 statt. Aber mit der Qualität des Textes, der Musik und natürlich der Sänger haben wir unsere Aufgabe sehr gut bewältigt. Einziger Wermutstropfen: es gab nur wenige Vorstellungen.

Hier die Informationen aus der Website des Veranstalters:

DER SACKPFEIFER ist eine bis dato noch nie aufgeführte Operette von Carl MILLÖCKER – dem großen Meister der leichten Wiener Muße – und dem berühmten österreichischen Volksdichter Ludwig ANZENGRUBER.

Beide waren in ihrer Jugendzeit am Wiener Harmonietheater in der Wasagasse beschäftigt gewesen und verfassten zusammen einige Operetten und Volksstücke. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste das Theater zusperren, bevor die bereits fertige Operette DER SACKPFEIFER aufgeführt werden konnte. So blieb eine Uraufführung des Werkes aus.

Zur Handlung:

Der Maler Giordano kann seine verflossene Geliebte Bianca, die zu seinem Entsetzen einen anderen geheiratet hat, nicht vergessen. Im Rummel des venezianischen Karnevals verliebt er sich jedoch in deren Schwester Floretta, die ihm als Dudelsackpfeifer verkleidet, heimlich die Liebesbriefe Biancas entwenden möchte, hinter denen auch Biancas eifersüchtiger Ehemann her ist. Um den Trubel noch zu steigern, mischt sich auch Giordanos sturzbesoffener Diener Schnack in die Geschichte ein….

PS: Ein weiteres Debüt, wenn auch unfreiwillig: das Bühnenbild stammt ebenfalls von mir…

“Die letzten Tage der Menschheit” von Karl Kraus

“Die letzten Tage der Menschheit” von Karl Kraus
Plakat zu "Die letzten Tage der Menschheit"

“Und Henker is ma nur aus Hetz!”

Die beinharte Abrechnung mit der untergehenden Habsburgermonarchie und der “Mir – san – mir” Gesellschafft in Österreich in der großartigen Satire von Karl Kraus ist wieder in Wien zu sehen. Das WORT_ensemble präsentiert DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT.

Hofrat Nepalek in DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT (c) E. Hernandez

Hofrat Nepalek in DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT (c) E. Hernandez

In “hundert Szenen und Höllen” führt dieses Stück. Unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs entstanden führt Kraus Offiziere, Hofräte, Soldaten und Leute aus dem Volk vor und zeigt einen Querschnitt durch die österreichische Seele. Obwohl vor fast 100 Jahren entstanden begegnen wir in diesem Werk nicht nur historischen Persönlichkeiten – Wien bleibt eben Wien – eine gefährliche Drohung wie Karl Kraus meinte…

Der Autor selbst hielt sein Stück für unaufführbar, hat es aber immer wieder im Vortragssaal gelesen.

Eine große schauspielerische wie dramaturgische Herausforderung: die vielen Rollen bieten die Möglichkeit das ganze Spektrum der Schauspielkunst auszuloten und die Szenenauswahl bestätigt: das Gemüt der Österreicher ist beständig im Wandel der Zeit. Also eigentlich wieder ein aktuelles Stück – wie es aber auch jedes große Stück der Theaterliteratur ist.

DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT – einem großen Publikum bekannt, aber kaum einer hat es gesehen. Deswegen haben wir dieses Stück seit 2013 auf dem Spielplan.