Der Regisseur

Der Regisseur
DIE NASHÖRNER

Seit 2007 arbeite ich als Regisseur. Für mich steht das Wort des Dichters an erster Stelle und verstehe mich als Vermittler zwischen Autor, Publikum und Schauspieler…

FUNNY MONEY – Ray Cooney

FUNNY MONEY – Ray Cooney

Ich wurde vom Forum 18 eingeladen die jährliche Theaterproduktion zu inszenieren. Eine Arbeit die mir große Freude bereitet hat.

„Wieder eine mit akribischer Genauigkeit konstruierte, absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende, nervenaufreibend verrückte Komödie, bei der Ray Cooney die Figuren im atemberaubenden Tempo von einer Notlüge in die nächste, von einer Klemme in die nächste treibt.“ – und was der Pressetext verspricht, das haben wir gehalten!

„Der Sackpfeifer“ von Millöcker & Anzengruber – Inszenierung einer Welturaufführung

„Der Sackpfeifer“ von Millöcker & Anzengruber – Inszenierung einer Welturaufführung
DER SACKPFEIFER

Meine letzte Inszenierung DER SACKPFEIFER war ein absoluter Glücksfall. Denn wer kann von sich behaupten eine Millöcker/Anzengruber Operette zur Welturaufführung gebracht zu haben – und noch leben?

Es kam überhaupt viel zusammen: die Eröffnungspremiere eines neuen Kulturzentrums in Strasshof und meine erste Inszenierung einer Operette war es auch noch dazu.

Obwohl es natürlich viele Herausforderungen mit sich bringt einen neuen Theaterraum einzuweihen, waren die Proben eine Freude. Aber natürlich stand mir mit Prof. Uwe Theimer ein äußerst erfahrener Dirigent zur Seite. Wichtig war mir natürlich, dem Autor gerecht zu werden und MIT der Musik zu inszenieren. Eine Uraufführung bringt noch dazu spezielle Verpflichtungen: niemand kennt den Text, niemand kennt die Handlung – und doch findet die Aufführung im Jahre 2015 statt. Aber mit der Qualität des Textes, der Musik und natürlich der Sänger haben wir unsere Aufgabe sehr gut bewältigt. Einziger Wermutstropfen: es gab nur wenige Vorstellungen.

Hier die Informationen aus der Website des Veranstalters:

DER SACKPFEIFER ist eine bis dato noch nie aufgeführte Operette von Carl MILLÖCKER – dem großen Meister der leichten Wiener Muße – und dem berühmten österreichischen Volksdichter Ludwig ANZENGRUBER.

Beide waren in ihrer Jugendzeit am Wiener Harmonietheater in der Wasagasse beschäftigt gewesen und verfassten zusammen einige Operetten und Volksstücke. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste das Theater zusperren, bevor die bereits fertige Operette DER SACKPFEIFER aufgeführt werden konnte. So blieb eine Uraufführung des Werkes aus.

Zur Handlung:

Der Maler Giordano kann seine verflossene Geliebte Bianca, die zu seinem Entsetzen einen anderen geheiratet hat, nicht vergessen. Im Rummel des venezianischen Karnevals verliebt er sich jedoch in deren Schwester Floretta, die ihm als Dudelsackpfeifer verkleidet, heimlich die Liebesbriefe Biancas entwenden möchte, hinter denen auch Biancas eifersüchtiger Ehemann her ist. Um den Trubel noch zu steigern, mischt sich auch Giordanos sturzbesoffener Diener Schnack in die Geschichte ein….

PS: Ein weiteres Debüt, wenn auch unfreiwillig: das Bühnenbild stammt ebenfalls von mir…

„Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus

„Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus
Plakat zu "Die letzten Tage der Menschheit"

„Und Henker is ma nur aus Hetz!“

Die beinharte Abrechnung mit der untergehenden Habsburgermonarchie und der „Mir – san – mir“ Gesellschafft in Österreich in der großartigen Satire von Karl Kraus ist wieder in Wien zu sehen. Das WORT_ensemble präsentiert DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT.

Hofrat Nepalek in DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT (c) E. Hernandez

Hofrat Nepalek in DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT (c) E. Hernandez

In „hundert Szenen und Höllen“ führt dieses Stück. Unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs entstanden führt Kraus Offiziere, Hofräte, Soldaten und Leute aus dem Volk vor und zeigt einen Querschnitt durch die österreichische Seele. Obwohl vor fast 100 Jahren entstanden begegnen wir in diesem Werk nicht nur historischen Persönlichkeiten – Wien bleibt eben Wien – eine gefährliche Drohung wie Karl Kraus meinte…

Der Autor selbst hielt sein Stück für unaufführbar, hat es aber immer wieder im Vortragssaal gelesen.

Eine große schauspielerische wie dramaturgische Herausforderung: die vielen Rollen bieten die Möglichkeit das ganze Spektrum der Schauspielkunst auszuloten und die Szenenauswahl bestätigt: das Gemüt der Österreicher ist beständig im Wandel der Zeit. Also eigentlich wieder ein aktuelles Stück – wie es aber auch jedes große Stück der Theaterliteratur ist.

DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT – einem großen Publikum bekannt, aber kaum einer hat es gesehen. Deswegen haben wir dieses Stück seit 2013 auf dem Spielplan.